Der Krieg hinterließ nachhaltige Spuren. So kündigte sich in den 1930er Jahren bereits das Ende des Dorfes Haustenbeck an. Die Erweiterung des Truppenübungsplatzes Senne brachte die Auflösung des Dorfes mit sich. Die Umsiedlung dauerte von 1937 bis 1939 und umfasste rund 1.300 Bewohner. Ein neues Zuhause fanden die Menschen in umliegenden Orten wie Oesterholz, Schlangen, Augustdorf oder Horn-Bad Meinberg. Einige Familien wurden in die Magdeburger Börde, in die Nähe von Mecklenburg-Vorpommern und Osnabrück umgesiedelt. Im Jahre 1939 wurden die Haustenbecker Flurstücke zudem der Gemeinde Oesterholz angegliedert. Ehemalige Bewohner, die bis zum Abschluss der Umsiedlung keine neue Bleibe gefunden hatten, wurden in eine Randsiedlung am Truppenübungsplatz oder in bereits geräumte Häuser in der Hövelsenne einquartiert. In einem letzten verzweifelten Versuch, in die alte Heimat zurückzukehren, wurden nach dem Krieg 19 Häuser im alten Ortskern Haustenbecks von ehemaligen Bewohnern und Kriegsflüchtlingen bezogen. Diese mussten jedoch unverzüglich und endgültig nach der Übernahme des Truppenübungsplatzes durch die British Army geräumt werden.
Der Schmerz über die verlorene Heimat saß tief. Die Menschen der aufgelösten Dörfer hatten hart erarbeitet, was sie sich in der Senne aufbauten.
Ein Dorf, das unter schwierigsten Bedingungen entstanden war, gewachsen ist und sich modernisiert hatte, musste schließlich weichen.
Heute gehört das gesamte ehemalige Dorf Haustenbeck vollständig zum Truppenübungsplatz. Nur noch alte Baumbestände und vereinzelte Ruinen sowie alte Mauerreste lassen erahnen, dass hier einst ein Dorf voller Leben und Tradition stand. Im Ortskern befindet sich noch heute die unter Denkmalschutz stehende Ruine der Haustenbecker Kirche, die seit einigen Jahren durch einen Gedenkstein ergänzt wird.