Das Gemeinschaftsgefühl in den Dörfern der historischen Senne war stark ausgeprägt. Man musste eng zusammenleben und miteinander auskommen, um das harte Leben in der Senne zu meistern. Die Menschen arbeiteten und lebten in einer stark ausgeprägten Gemeinschaft zusammen, die manchmal sogar über die Dorfgrenzen hinausging.
Die Bewohner der Haustenbecker Randsiedlung, die von der Entfernung her näher an Oesterholz waren, fühlten sich beispielsweise den Ur-Haustenbeckern zugehörig.
Ein enges Verhältnis gab es vor allem zu den Bewohnern aus Augustdorf. Die beiden Dörfer wurden zwar durch eine größere Distanz getrennt, da sich Augustdorf am anderen Ende der Senne befindet, jedoch verbanden sie zahlreiche Gemeinsamkeiten: Nicht nur die Werte und die Lebensweise wurde geteilt, sondern auch die Sprache. Das gesprochene Plattdeutsch war sich sehr ähnlich.
Durch diese Gemeinsamkeiten entstand eine natürliche Nähe und gegenseitiges Verständnis.
Deutlich angespannter gestaltete sich das Verhältnis zu Oesterholz. Auf Festen und Veranstaltungen entstanden nicht selten Spannungen und Auseinandersetzungen. Die Nachbarschaft war häufig von Streitigkeiten und Rivalitäten geprägt, vor allem bei Feierlichkeiten.
So zeigt sich: Die Zugehörigkeit in der historischen Senne bedeutete nicht nur geografische Nähe, sondern vor allem Verbundenheit durch kulturelle, sprachliche und menschliche Gemeinsamkeiten.