Ein schwerer Abschied...
...ein schwieriger Neuanfang
Für die Kinder in Haustenbeck bedeutete die Schließung der Schule weit mehr als nur einen Orts- und Schulwechsel. Aus Zeitzeugenberichten geht hervor, wie einschneidend dieser Moment für die Kinder gewesen sein muss. Der Verlust der Schule bedeutete für die Schüler ebenfalls einen Verlust von Heimat, Gemeinschaft und Geborgenheit.
Am letzten Schultag blieben nur noch wenige der Schülerinnen und Schüler in Haustenbeck zurück. Die meisten waren bereits in der Schule in Oesterholz untergebracht. Die verbliebenen Materialien und Gegenstände wurden gemeinsam mit dem Lehrer aufgeräumt und die letzten Zeugnisse verteilt. Dieser bewegende Moment markierte das endgültige Ende der Haustenbecker Schulzeit für die Kinder.
Der Wechsel in die Schule nach Oesterholz brachte einige Herausforderungen mit sich. Die Kinder aus Haustenbeck mussten sich mit einigen Vorurteilen auseinandersetzen und so fiel die Begrüßung in der neuen Schule weitaus weniger herzlich aus als erhofft. Durch die ländliche, abgelegene Herkunft wurden die Bewohner Haustenbecks nicht selten als weniger gebildet bezeichnet. Der Start in das neue Schulleben wurde durch geringschätzige Bemerkungen und Spott durch Lehrkräfte und Mitschüler zugleich somit deutlich beschwerlicher.
Solche Erinnerungen und Geschichten zeugen von Mut und Durchhaltevermögen, an einem neuen Ort Wurzeln zu schlagen. Es wird deutlich, wie prägend die Schulzeit auch damals für Kinder und Jugendliche war und wie wichtig der respektvolle Umgang miteinander ist.